promise  ● promotion of migrants in science education in Germany

Das Projekt promise hat zum Ziel, junge Menschen mit Migrationshintergrund und aus sozioökonomisch benachteiligten Familien in ihrer naturwissenschaftlichen Bildung und in der Wahl naturwissenschaftlicher Berufe und Studien zu unterstützen und zu fördern. Der naturwissenschaftliche Unterricht in den Projektpartnerländern Deutschland, Österreich, Bosnien-Herzegowina und Türkei soll dahingehend weiter entwickelt werden, dass er bestmöglich die Chancengleichheit in der Bildung für alle Schülerinnen und Schüler gewährleistet.

Dieses Ziel wird verfolgt durch …

Förderung von begabten jungen Migrantinnen der Oberstufe durch den Club Lise - einem an der Universität angesiedelten Förderprogramm speziell für naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen – als sofort wirksame Maßnahme zur Unterstützung der jungen Frauen bei Studienwahl und Studienbeginn.

Sensibilisierung der Lehrerinnen und Lehrer sowie der Schulbehörden für die spezifischen Probleme, welche in multikulturell/ multilingualen Klassen auftreten.

Entwicklung neuer Unterrichtskonzepte in promise-Teams bestehend aus Lehrer/inne/n, die in multilingualen Klassen unterrichten, sowie aus Fachleuten der Naturwissenschaftsdidaktik, Sprachdidaktik und interkultureller Bildung.

Fortbildung von Lehrerinnen und Lehrern für naturwissenschaftlichen Unterricht in multikulturellen/multilingualen Klassen

Zusammenarbeit zwischen Lehrerinnen und Lehrern sowie Fachleuten aus Pädagogik und Fachdidaktik der Migrationsherkunfts- und Migrationszielländer als Beitrag zur internationalen Harmonisierung des naturwissenschaftlichen Unterrichts.

An jeder der vier Partneruniversitäten wurden promise-Teams und Clubs Lise gegründet. Einmal im Jahr finden internationale Treffen aller Teams statt.

 

Der Beitrag der Didaktik der Physik an der Humboldt Universität zu Berlin zielt auf sprachliche Probleme von Migrantinnen und Migranten im deutschsprachigen naturwissenschaftlichen Unterricht

Das promise-Team Berlin legt den Schwerpunkt auf eine enge Zusammenarbeit von Naturwissenschaftsdidaktik und der Deutsch-als-Zweitsprachen-Didaktik (DaZ). Diese Schwerpunktsetzung ist darin begründet, dass alle befragten Lehrer/innen, die in Klassen mit hohem Migrant/inn/enanteil unterrichten, die sprachlichen Aspekte als Hauptproblem identifizierten. promise soll dazu beitragen, dass Deutsch als Zweitsprache als durchgängiges Prinzip im naturwissenschaftlichen Unterricht Berücksichtigung findet. Es werden eigene Unterrichtsmaterialien der Lehrer/innen hinsichtlich der DaZ-Kriterien modifiziert und auch neues Unterrichtsmaterial entwickelt. Dabei wird ausschließlich von jenen konkreten Problemen ausgegangen, welche im Unterricht von multilingualen Klassen auftreten und von Lehrer/innen alltäglich erfahren werden. Dadurch wird gewährleistet, dass die Verbesserungsmaßnahmen – sowohl betreffend die Situation der Lehrer/innen als auch jene der Schüler/innen – so direkt und schnell wie möglich im Unterricht wirksam werden.

 



1. Projektpartner



2. Arbeitsbereiche